Hunde in der Therapie ...

Jeder Tierhalter kennt es: Tiere machen Spaß. Sie vermitteln auf vielfältige Weise Lebensfreude und tragen so zur Steigerung unserer Lebensqualität bei.

Eine besondere Bedeutung erhalten Tiere dann, wenn die „normale" zwischenmenschliche Kommunikation nicht mehr funktioniert - zum Beispiel, wenn alte Menschen an einer Demenz wie Alzheimer erkranken oder nach einem Schlaganfall Schwierigkeiten haben, sich wieder ins „normale“ Leben einzufinden.

Während viele – Familienangehörige, ebenso wie professionell Pflegende – häufig keinen Zugang mehr zu den Betroffenen finden, die scheinbar versunken in ihrer eigenen Welt leben, sind Tiere oft so etwas wie Türöffner in diese Welt:
Die Vierbeiner finden Zugänge, die uns Zweibeinern verborgen bleiben.

Auch die Motivation zur Mitarbeit, z.B. in der Physiotherapie kann durch die Anwesenheit eines Tieres stark erhöht werden. Eine anstrengende, mühselige Übung kann durch die Mitarbeit eines Tieres für den Patienten wieder erstrebenswert und erreichbar werden und damit die ganze Therapie erfolgreicher machen und die Compliance des Patienten deutlich erhöhen.

Wir in der Hundeschule DOG&CO arbeiten hauptsächlich mit Hunden sowohl im hundebegleiteten Besuchsdienst als auch in der hundebegleiteten Therapie.

 

Hundebegleiteter Besuchsdienst:
Menschen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, anderen Menschen in schwierigen Lebenssituationen zur Seite zu stehen, entweder einfach als Ansprechpartner oder als Besuch, wenn dieses nötig ist, sowohl in Heimen als auch in anderen Therapieeinrichtungen, können nach einer entsprechenden Vorbereitung bei uns, sofern sie einen geeigneten Hund haben, diesen in ihre Besuche integrieren und dadurch die Qualität ihres Besuchsdienstes deutlich erhöhen, da die Zugangsmöglichkeit zum Patienten sich natürlich extrem erhöhen.

Diese Aufgabe kann fast jeder, der die nötige Integrität und das nötige Engagement mitbringt, mit seinem Hund, sofern er für diese Aufgabe geeignet ist, zusammen erlernen und ausführen. Vorbereitet werden Mensch und Hund.

Die Organisation der Besuchsdienste geschieht durch uns, da wir mit den entsprechenden Einrichtungen in Kontakt stehen.

 

Hundebegleitende Therapie: Vorraussetzung für dieses Tätigkeitsfeld ist zuerst mal die Berufsausbildung des Menschen. Nur derjenige, der schon therapeutisch mit Menschen arbeitet und über eine dementsprechende Ausbildung verfügt, ist in der Lage, einen Hund auch in seine Therapie zu integrieren und diese dadurch erfolgreicher und effizienter für den Patienten zu gestalten.

Mögliche Berufsbilder können sein: Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Sozialarbeiter, Heilpädagogen, Erzieher, Psychologen, Psychiater, Psychologische Berater mit Ausbildung, Heilpraktiker, Gesprächstherapeuten, Krankenschwestern oder Krankenpfleger. Der allgemeine Gebrauch des Begriffes Therapiehund durch jeden, der in eine Senioreneinrichtung geht und dort seinen Hund zum Kuscheln zur Verfügung stellt, ist eher kritisch zu sehen, da keine Qualitätssicherung gewährleistet ist. Es handelt sich dann eher oft um einen hundegestützten Besuchsdienst, der natürlich seine volle Berechtigung hat und von uns auch gefördert wird, aber von einer Therapie doch abgegrenzt werden muss.

Therapeutische Arbeit wird geplant, durchgeführt, evaluiert und zur Zielerreichung angepasst. Aber auch diese Therapeuten müssen ganz genau wissen, wie der Weg zum Therapiehund denn aussieht und sich deshalb auf die zehnmonatige Ausbildung bei der Caritas: Tiere öffnen Welten einlassen, bevor wir sie in den hundebegleitenden therapeutischen Einsatz vermitteln.

Eine meiner Trainerinnen Petra Schillinger, ist eine der Organisatorinnen, Kursleiterin und Referentin der entsprechenden bundesweit angebotenen Weiterbildung beim Diözesan Caritasverband für das Erzbistum Köln in Kooperation mit dem Kuratorium Deutscher Altershilfe. Sie sorgt dafür, dass es Mitgliedern der Hundeschule ermöglicht wird, diese Ausbildung zu besuchen und den entsprechenden Abschluss zu machen, damit wir eine qualitativ hochwertige und sinnvolle Dienstleistung mit unseren Therapeuten und Ihren Hunden anbieten können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 







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